Haus Mohrmann – Original erhaltenes Baudenkmal von Hans Scharoun

Kaufpreis: 995.000 Euro
Wohnfläche: ca. 130 m²
Grundfläche ca. 1307 m²
Baujahr: 1939/40


  • Sanierung 1990er in den Bereichen:
    ⬘ Aussenfassade
    ⬘ Dacheindeckung
    ⬘ Holzverkleidungen
    ⬘ Klempnerarbeiten
    ⬘ Dachentwässerung
    ⬘ Fensterbänke etc.
    ⬘ neuer Bodenbelag/Terrakottafliesen in Küche, Essplatz und Spielbereich der Kinder
    ⬘ Bäder neu gefliest
    ⬘ Sanitärobjekte erneuert

  • Über Hans Scharoun (1893-1972)
    Hans Scharoun zählt zu den bedeutenden deutschen Architekten des 20. Jahrhunderts. Er gilt als Vertreter der organischen Architektur und entwarf unkonventionelle und phantasievolle Bauwerke, die die sozialen Interaktionen dynamisch reflektieren. Sein Schaffen reicht von privaten Wohnhäusern und Siedlungen bis hin zur deutschen Botschaft in Brasilien sowie zu prominenten urbanen Wahrzeichen wie der Berliner Philharmonie. Das Werk Scharouns ist stark von der Idee beeinflusst, Architektur als dynamischen Prozess zu verstehen, der sich an die Bedürfnisse der Menschen anpasst und eine harmonische Verbindung mit seiner Umgebung eingeht.

    Im Süden der Stadt
    Lichtenrade liegt am südlichen Rand Berlins, geprägt von Einfamilienhäusern, gewachsenen Wohnstraßen und weitläufigen Grünflächen. Der Ortsteil hat seinen eigenständigen Charakter bewahrt, ohne an Anschluss zur Stadt zu verlieren. Die S-Bahn verbindet den Ort direkt mit der Berliner Innenstadt.

    Haus Mohrmann
    Das Haus entstand 1939/40 unter besonderen Umständen: In der Zeit der inneren Emigration, als Scharoun sich auf private Aufträge beschränken musste, blieb die äußere Gestaltung bewusst zurückhaltend. Im Inneren hingegen entfaltete er volle gestalterische Freiheit. Das Ergebnis ist ein Haus, das bis heute überrascht. Die Räume sind in Nischen, Ebenen und Übergänge gegliedert. Schlafzimmer und Bäder liegen im Obergeschoss, bewusst als eigenständige, zurückgezogene Bereiche konzipiert. Einbauschränke und Nischen demonstrieren Scharouns funktionalen Ansatz, der sich nicht aufdrängt. Holz und Stein prägen die Materialität, Falttüren ermöglichen das Abtrennen kleinerer Wohnbereiche. Das Haus entstand in enger Abstimmung mit den Gartenplanern Mattern und Hammerbacher. Der Garten wird konsequent als Fortsetzung der Innenräume gedacht: sanft modellierte Ebenen und ineinander übergehende Gartenräume, die das Haus in seine Umgebung einbetten. Diese Verschränkung von Architektur und Landschaft ist kein gestalterischer Zusatz, sondern Grundprinzip des Entwurfs. Das Haus Mohrmann ist weitgehend im Originalzustand erhalten, über achtzig Jahre nach seiner Errichtung.

 

Grundrisse

Ein Energieausweis ist nicht erforderlich, da das Gebäude gemäß § 79 Absatz 4 GEG unter Denkmalschutz steht.

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